Eichholzsänger mit interessanten Erkenntnissen …….

 

 

 

Die Mitglieder des Vogelzucht- und Schutzvereins Eichholzsänger Lüthorst e. V. betreuen seit 40 Jahren über 100 Nistgelegenheiten für Höhlenbrüter rund um Lüthorst im Elfas und im Bevergebiet. Die Nistkästen werden jeweils Anfang des Jahres, normalerweise im März, gereinigt. Da im Elfas Holzfällarbeiten anstanden, mussten einige Kästen umgehängt werden. Deshalb wurden die Nistkästen im Elfas um den Bibelweg schon Mitte Februar gereinigt und auf die Bruten im Frühling und Sommer vorbereitet.

 

Dabei wurden interessante Erkenntnisse gewonnen. Nur knapp über die Hälfte der Nistgelegenheiten wurden im letzten Jahr von den Vögeln angenommen und in nur ganz wenigen Kästen waren 2 Bruten durchgeführt worden.

 

In den vergangenen Jahren war das ganz anders, denn es wurden regelmäßig um die 90 Prozent der Kästen von den Vögeln akzeptiert und die meisten wurden auch für mehrere Bruten genutzt.

 

Das unterstreicht Beobachtungen in der Öffentlichkeit, die in diesem Winter auffallend wenige Vögel an den Futterstellen in unseren Gärten gesehen hat.

 

Auch die Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ des Nabu bestätigt diesen Trend.

 

Ursachen für diesen Rückgang sind nicht so leicht zu finden, aber unabhängig davon klagten auch viele Vogelzüchter über schlechtere Zuchtergebnisse als in den Jahren zuvor. Alle hoffen, dass es in den nächsten Jahren wieder besser wird.

 

 

 

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 28. Januar wurde natürlich ausführlich über die Ursachen und Auswirkungen der Geflügelpest diskutiert.

 

Leider wurden in Deutschland ab November zum großen Bedauern der Vogelzüchter fast alle Vogelausstellungen und Vogelbörsen aus nicht nachvollziehbaren Gründen untersagt.

 

 

 

In den Niederlanden zum Beispiel fanden die großen Vogelschauen und Börsen statt.

 

 

 

Die Vogelzüchter folgen der Argumentation des Nabu sowie etlicher Wissenschaftler und Tierärzte. Diese sehen als Infektionsquelle nicht die Zugvögel, sondern vermuten, dass die Krankheit eher aus den Ställen in die freie Natur getragen wird.

 

Wenn die Zugvögel Hauptverursacher sein sollen, stellt sich die Frage, warum

 

im Gebiet des Leinepolders und der Northeimer Seenplatte keine infizierten Vögel

 

gefunden wurden? Hier gibt es keine industriellen Nutzgeflügelbetriebe…

 

 

 

 

 

Sicherlich wird es noch eine ganze Weile dauern, bis diese Epidemie zu Ende geht,

 

aber die Vogelzüchter hoffen auf eine ernsthaft betriebene vorurteilsfreie Ursachenforschung und damit verbunden auf langfristig angelegte Lösungsansätze.

 

 

 

Eine Besserung scheint in Sicht, denn neuerdings wird in großen Teilen des Landes die Stallpflicht für Geflügel aufgehoben, die ersten Vogelbörsen dürfen wieder stattfinden.